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Frühkindliche Reflexe abbauen und dein Kind begleiten

09-2026 | Kinder, Lesen und Schreiben, Reflexintegration, Schule und Lernen

Du sitzt mit deinem Kind bei den Hausaufgaben. Eigentlich ist es nur eine kleine Aufgabe. Trotzdem rutscht es auf dem Stuhl hin und her, hält den Stift fest umklammert und verliert immer wieder den Faden. Du möchtest helfen. Vielleicht sagst du noch einmal: „Setz dich bitte richtig hin.“ Und merkst selbst, dass dieser Satz euch gerade nicht weiterbringt. Was würde deinem Kind den Alltag wirklich leichter machen?

Vielleicht bist du bei deiner Suche auf den Ausdruck „frühkindliche Reflexe abbauen“ gestoßen. Damit ist meist gemeint, dass automatische Bewegungsreaktionen aus der Babyzeit gehemmt werden und gezielte Bewegung mehr Raum bekommt. Ob erhaltene Reflexe bei deinem Kind eine Rolle spielen, lässt sich aus seinem Verhalten allein nicht feststellen. Ich zeige dir hier, wie du genauer hinschauen kannst und wie wir mit Rexi ins gemeinsame Üben starten.

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Was bedeutet frühkindliche Reflexe abbauen

Frühkindliche Reflexe sind automatische Reaktionen, die bereits beim Baby auftreten. Beispielsweise schließt sich seine Hand beim Greifreflex um einen Finger. Mit der Entwicklung des Nervensystems verändern sich viele dieser Reaktionen, während gezielte Bewegungen zunehmend möglich werden. Fachlich spricht man dabei anstatt von „frühkindliche Reflexe abbauen“ unter anderem von der Hemmung oder Integration frühkindlicher Reflexe.

Wenn eine solche Reaktion jedoch über den für sie typischen Entwicklungszeitraum hinaus nachweisbar bleibt, liest du häufig den Begriff persistierende Reflexe. Die Einordnung hängt vom jeweiligen Reflex, vom Alter und vom Untersuchungsbefund ab.

Wenn von „frühkindliche Reflexe abbauen“ gesprochen wird, ist meistens gemeint: Kann mein Kind Bewegungen besser steuern? Kann es sich beim Schreiben, Sitzen oder Spielen wohler fühlen?

Im Konzept der Reflexintegration werden bestimmte Bewegungsabläufe, die zum Abbau dieser persistierenden, frühkindlichen Reflexe beitragen können, wiederholt trainiert. Ob ein solches Training sinnvoll ist, sollte sich an den tatsächlichen Schwierigkeiten und Herausforderungen deines Kindes orientieren. Weitere Grundlagen erkläre ich dir im Artikel Frühkindliche Reflexe auf den Punkt gebracht.

Wann genaueres Hinschauen sinnvoll ist

Vielleicht fällt dir auf, dass Schreiben sehr viel Kraft kostet oder bestimmte Bewegungen mühsam sind. Schau auf konkrete Situationen:

  • Beim Schreiben: Hält dein Kind den Stift sehr fest? Wird die Hand schnell müde? Frag es, wo es anstrengend wird.
  • Beim Bewegen: Fallen ihm Balancieren oder das Überkreuzen von Armen und Beinen schwer? Notiere, bei welcher Bewegung du das beobachtest.
  • Bei viel Trubel: Möchte es sich zurückziehen, wenn Geräusche oder Anforderungen zusammenkommen? Schau, ob ein ruhigerer Rahmen etwas verändert.

Du musst aus diesen Beobachtungen nicht sofort eine Erklärung machen. Sie geben euch zunächst einen Ausgangspunkt für ein Gespräch.

Sie beweisen für sich genommen jedoch keinen erhaltenen frühkindlichen Reflex. Schlaf, Sehvermögen, Belastungen, motorische Entwicklung und die Anforderungen der Aufgabe können ebenfalls eine Rolle spielen. Ein beobachtetes Verhalten lässt sich deshalb nicht einfach einem bestimmten Reflex zuordnen.

Hilfreich ist, zunächst ganz konkret zu beschreiben: Was fällt meinem Kind schwer? Wann gelingt es leichter? Was wünscht es sich selbst? Bei anhaltenden Schwierigkeiten gehört eine fachliche Abklärung dazu, beispielsweise in der Kinderarztpraxis.

Unser kostenloser Rexi Onlinecheck hilft dir, deine Beobachtungen zu sortieren. Du beantwortest Fragen in elf Entwicklungsbereichen. Dafür kannst du etwa zehn Minuten einplanen. Anschließend bekommst du eine differenzierte Auswertung, auf Wunsch auch als PDF per E-Mail. Ein hoher Hinweiswert ist keine Diagnose eines aktiven Reflexes.

Zum kostenlosen Onlinecheck: Beobachtungen zu deinem Kind einordnen

Was hinter den Übungen zur Reflexintegration steckt

Wenn du deine Beobachtungen sortiert hast, fragst du dich vielleicht: Wie können wir mein Kind nun unterstützen? Ein möglicher Ansatz ist ein Bewegungstraining zur Reflexintegration. Dafür lohnt es sich, zunächst die Idee hinter den Übungen anzuschauen.

Reflexintegration holt das nach, was während der selbständigen Entwicklung des Kindes nicht stattgefunden hat. Reflexintegration beinhaltet gezielte Bewegungsübungen (Reflexintegration Übungen), die die Reize an das Gehirn senden, die früher im Gehirn nicht ausreichend angekommen sind, weil der Reflex entweder nicht oft genug ausgelöst wurde oder unterentwickelt war.

Dies wiederum sorgt dafür, dass sich die entsprechenden Verknüpfungen entwickeln, die dafür sorgen, dass wir frühkindliche Reflexe abbauen können, indem der Reflex vom Frontallappen unterdrückt wird, bzw. „integriert wird“, also Reflexintegration stattfindet. Weil diese Reize eben so speziell sein müssen, damit genau das Gewünschte erzielt wird, hilft es nicht, einfach nur viel Sport zu machen. Wir müssen speziell entwickelte Reflexintegration Übungen durchführen.

Mit Rexi beginnen wir bei ruhigen, begleiteten Bewegungen. Darauf bauen weitere Module auf, die ihr anhand der Videoanleitungen kennenlernt und wiederholt übt. Eine einzelne Übung gibt euch einen ersten Einblick. Im Training begleitet euch der Ablauf über einen längeren Zeitraum. Dabei darf dein Kind mitbestimmen, wie sich eine Bewegung für es anfühlt.

Für mich steht die Frage im Mittelpunkt: Was soll deinem Kind im Alltag leichter fallen? Vielleicht möchtet ihr schauen, ob Schreiben weniger anstrengend wird oder bestimmte Bewegungen leichter gelingen. Solche konkreten Anliegen helfen euch, Veränderungen zu beobachten und zu entscheiden, welche Unterstützung weiterhin sinnvoll ist.

Wie dieser Einstieg mit Rexi aussieht, zeige ich dir jetzt am Faultiermodul.

Mit Rexi Übungen zur Reflexintegration kennenlernen

Unser erstes Modul heißt Faultiermodul. Ein passender Name, denn hier darf dein Kind ganz faul sein und sich von dir sanft schaukeln lassen. Du als Mama oder Papa bist gefragt. Die kleine Katze Rexi macht im Übungsheft vor, wie es geht. Die Übungen in diesem ersten Modul des Trainings sind wunderbar entspannend und bereiten auf die weiteren, reflexspezifischen Übungen vor.

Bei der ersten Übung liegt dein Kind auf dem Rücken. Du begleitest eine weiche, rhythmische Schaukelbewegung in Längsrichtung. Wie groß diese Bewegung sein darf, bestimmt dein Kind mit.

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Stell dir eine Hängematte vor, die gleichmäßig hin und her schwingt. Genau diese fließende Bewegung suchen wir. An den Wendepunkten geht es weich in die andere Richtung. Dazwischen gibt es bewusst ruhige Pausen.

Ein Gedanke ist mir dabei besonders wichtig: Ihr verbringt gemeinsam Zeit. Dein Kind darf sagen, was angenehm ist, und jederzeit aufhören. Du kannst fragen: „Möchtest du heute mit Rexi schaukeln?“

Ich lade euch dazu ein, daraus ein kleines Wellnessritual zu machen. Fernseher aus, eine ruhige Ecke, vielleicht etwas leise Musik, wenn dein Kind sie mag. Sorgt dafür, dass ihr beide gemütlich ankommen könnt. Eine Aufforderung wie „Jetzt entspann dich doch!“ erzeugt schnell zusätzlichen Druck. Gib deinem Kind Zeit und höre auf seine Rückmeldung.

Wenn ihr die Übung genauer kennenlernen möchtet, findest du die vollständige Anleitung mit Video im kostenlosen Rexi Schnupperpaket.

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Welcher nächste Schritt passt zu euch?

Wenn du zunächst eure Beobachtungen sortieren möchtest, beginne mit dem kostenlosen Onlinecheck.

Du möchtest tiefer in das Thema frühkindliche Reflexe eintauchen? In meinem kostenlosen Workshop „Die zweite Chance“ erhältst du an vier aufeinanderfolgenden Tagen eine E-Mail mit einem Video, Impulsen und Reflexionsaufgaben. Ich erkläre dir meinen Ansatz und gebe dir einen Einblick in die praktische Arbeit.

Kostenlosen Workshop Reflexintegration kennenlernen.

Du darfst Schritt für Schritt vorgehen. Mit Interesse an deinem Kind, einem realistischen Blick auf seine Bedürfnisse und Raum für gemeinsame Erfahrungen.

Was könnte hinter den Schwierigkeiten deines Kindes stecken?

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Schreiben, Stillsitzen oder Konzentration kosten dein Kind viel Kraft? Der kostenlose Rexi Onlinecheck hilft dir einzuschätzen, ob frühkindliche Reflexe dabei eine Rolle spielen könnten.

In etwa 10 Minuten beantwortest du bis zu 105 einfache Ja-/Nein-Fragen aus elf Entwicklungsbereichen. Deine Antworten werden unterschiedlich gewichtet und im Zusammenspiel betrachtet.

Das bekommst du:

  • Eine individuelle Auswertung
  • Verständliche Erklärungen zu den Hinweisen in einzelnen Reflexbereichen.
  • Auf Wunsch eine ausführliche PDF-Auswertung per E-Mail.

So erhältst du eine differenzierte erste Orientierung, wo ein genauerer Blick sinnvoll sein könnte.

Häufige Fragen zum Abbauen frühkindlicher Reflexe

Kann ich erhaltene Reflexe selbst erkennen?

Du kannst Schwierigkeiten beobachten und beschreiben. Ob ein Reflex auffällig ist, braucht eine fachgerechte Unterstützung.

Wie lange dauert es frühkindliche Reflexe abzubauen?

Eine allgemeingültige Dauer oder ein garantierter Erfolg lässt sich nicht nennen. Ziele, Ausgangslage und gewählte Unterstützung unterscheiden sich.

Wenn ein Training zur Reflexintegration gewissenhaft und regelmäßig ausgeführt wird und bei deinem Kind keine anderen gesundheitlichen oder körperlichen Einschränkungen vorliegen, können sich die adressierten frühkindlichen Reflexe abbauen bzw. integrieren, so dass sie nicht mehr „stören“.

Können wir Übungen zu Hause ausprobieren?

Ja, ihr könnt die beschriebenen Bewegungen kennenlernen, sofern keine Beschwerden oder bekannten gesundheitlichen Einschränkungen dagegensprechen. Bei Schmerzen, Schwindel oder Unwohlsein hört ihr auf. Anhaltende Schwierigkeiten oder Zweifel an der Eignung klärt ihr fachlich ab.

Ersetzt Reflexintegration Ergotherapie oder andere Unterstützung?

Eine notwendige Untersuchung oder Behandlung wird dadurch nicht ersetzt. Wenn dein Kind bereits Unterstützung bekommt, besprecht zusätzliche Übungen mit der behandelnden Fachperson.

Stelle dir als Bild einen großen Baum vor: Die frühkindlichen Reflexe bilden das Wurzelwerk des Baumes. Die Integration bzw. das Abbauen der frühkindlichen Reflexe schafft sozusagen die körperliche Grundlage der Entwicklung. Die weiteren Maßnahmen, wie Logopädie, Ergotherapie usw. werden von den Ästen dargestellt. Nun kann man die Äste beschnippeln so viel man will, doch wird daraus nie ein starker Baum werden. Erst dann, wenn das Wurzelwerk in einem guten Zustand ist, kann der Baum kraftvoll gedeihen und ein passender Schnitt der Äste kann Wirkung zeigen.

Mit diesem Bild möchte ich betonen, dass jede Disziplin ihre Berechtigung hat und unter gegebenen Voraussetzungen sinnvoll sein kann.

Du bist nicht allein. Manchmal braucht es nur den ersten kleinen Schritt in eine neue Richtung.

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Ich bin Silke Krämer.

Kinder- und Jugendcoach Professional, NLP Master und Coach, EMDR Traumatherapeutin und Gymnasiallehrerin

Ich helfe Familien, wenn es Schulstress gibt und daheim die Fetzen fliegen. Außerdem unterstützte ich Mütter und Väter dabei, sich den Herausforderungen des Familienlebens selbstbewusst zu stellen.

Als Trainerin für Reflexintegration helfe ich deinem Kind, damit ihm die Schule bei Konzentrations­schwächen, Lern- und motorischen Problemen leichter fällt.

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